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Peter Hübner - Micro Music Laboratories
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Die Leistung Harmonikaler Information in der Digitalen Pharmazie
Mit Er­folg ha­ben wir die­se Me­tho­de auch bei der Ge­burts­hil­fe ein­ge­setzt, vor al­lem bei sol­chen Kom­pli­ka­tio­nen in der Schwan­ger­schaft wie ei­nem Ri­si­ko für ei­nen Ver­lust der Schwan­ger­schaft und bei Ge­sto­se.

Die Grup­pe mit der Ge­fahr für ei­nen Ver­lust der Schwan­ger­schaft bil­de­ten 15 Frau­en in der 10.-13. Schwan­ger­schaftswo­che. Die Ge­fahr ei­nes Ab­bruchs der Schwan­ger­schaft stamm­te aus neu­ropsy­chi­schen Fak­to­ren und aus star­ken Stress­zu­stän­den. In die kom­ple­xe La­bor­un­ter­su­chung, der die Schwan­ge­ren am ers­ten Tag un­ter­zo­gen wur­den, wur­de auch ei­ne Un­ter­su­chung der Hor­mon­wer­te von Cor­ti­sol, Pro­ge­ste­ron und Estra­di­ol mit ein­be­zo­gen. Au­ßer­dem wur­den Ab­stri­che aus der Schei­de un­ter­sucht, um die Hor­monsaturation fest­zu­stel­len. Die Ein­schät­zung der emo­tio­nalper­sön­li­chen Sphä­re er­folg­te wie­der­um mit Hil­fe des MMPI. Die Kon­troll­grup­pe be­stand eben­falls aus 15 Frau­en. Bei ih­nen wur­de die kon­ven­tio­nel­le The­ra­pie zur Ver­hü­tung ei­nes Ver­lus­tes der Schwan­ger­schaft an­ge­wandt, wel­che se­da­ti­ve und spasmolytische Mit­tel so­wie Vi­ta­mi­ne ein­schloß.

Die Pa­ti­en­tin­nen der MRT-Mu­sik-Grup­pe hör­ten die Mu­sik 30-60 Mi­nu­ten, 1-2mal täg­lich, ins­ge­samt 8-12mal. Die Blut­pro­ben wur­den am Mor­gen vor der Be­hand­lung und nach der Be­hand­lung ab­ge­nom­men. Al­le 3 Ta­ge wur­den Ab­stri­che im kli­ni­schen La­bor un­ter­sucht.

Beim Ein­tref­fen der Pa­ti­en­tin­nen in der Kli­nik schwank­te der Ka­rio­pik­no­ti­sche In­dex (KPI) in den Ab­stri­chen zwi­schen 16% – 21%. Durch die Be­hand­lung sank der KPI in der MRT-Mu­sik-Grup­pe schon nach 3 Ta­gen auf 10% – 12%, in der Kon­troll­grup­pe nur auf 14% – 17%, nach 6 Ta­gen ent­spre­chend auf 7% – 8% und 11% – 13%.


Vor der Behandlung:

Cortisol 765 nmol / l,
Progesteron 11.4 nmol / l, Estradiol 1.66 nmol / l

Nach der Behandlung:

Cortisol 485 nmol / l,
Progesteron 22.8 nmol / l, Estradiol 0.92 nmol / l


Vor der Behandlung:

Cortisol 720 nmol / l,
Progesteron 14.2 nmol / l, Estradiol 1.8 nmol / l

Nach der Behandlung:

Cortisol 590 nmol / l,
Progesteron 18.1 nmol / l, Estradiol 1.8 nmol / l


Wie dar­aus er­sicht­lich ist, re­du­zier­te sich der Ge­halt an Cor­ti­sol und Estra­di­ol bei den Schwan­ge­ren in der MRT-Mu­sik-Grup­pe um 40-50% (in der Kon­troll­grup­pe um 27%), und der Pro­ge­ste­ronge­halt er­höh­te sich um das Zwei­fa­che.

Nach der MRT-Mu­sik-Be­hand­lung trat bei 69,2% der Schwan­ge­ren die Nor­ma­li­sie­rung des psy­chi­schen Zu­stan­des ein, in kei­nem ein­zi­gen Fall wur­de ei­ne Ver­schlech­te­rung fest­ge­stellt, wäh­rend in der Kon­troll­grup­pe – in der die Be­hand­lung kon­ven­tio­nell war – nur bei 40% der Frau­en ei­ne Ver­bes­se­rung der Psy­che ein­trat. Un­ge­fähr die glei­che Pro­zentzahl cha­rak­te­ri­sier­te hier die Ver­schlech­te­rung der schon frü­her vor­han­de­nen ge­sund­heit­li­chen Stö­run­gen.

Au­ßer­dem ver­bes­ser­ten sich bei den Frau­en der MRT-Mu­sik-Grup­pe der all­ge­mei­ne Ge­sund­heits­zu­stand und die Stim­mung. Schlaf, Blut­hoch­druck und Ap­pe­tit nor­ma­li­sier­ten sich.

Die Frau­en der MRT-Mu­sik-Grup­pe be­nö­tig­ten ei­ne 9-11tä­gi­ge Be­hand­lung im Kran­ken­haus, wäh­rend die Kon­troll­grup­pe 14-16 Ta­ge be­han­delt wer­den muß­te.

In­te­res­san­te Da­ten ha­ben wir auch bei der Be­hand­lung der Ge­sto­sen durch die Me­di­zi­ni­sche Re­so­nanz The­ra­pie Mu­sik ge­won­nen. Die MRT-Mu­sik-Grup­pe bil­de­ten Pa­ti­en­tin­nen mit leich­ten For­men der Ge­sto­se. Ih­nen wur­de die Me­di­zi­ni­sche Re­so­nanz The­ra­pie Mu­sik als Mo­no­the­ra­pie im Rah­men ei­ner kom­ple­xen Be­hand­lung ver­ord­net. Der Ge­sund­heitszu­stand der Schwan­ge­ren wur­de nach sol­chen Pa­ra­me­tern kon­trol­liert wie Puls­schlag, At­mungsfre­quenz, Blut­druck, all­ge­mei­ner Zu­stand, Schlaf, Ver­än­de­run­gen des kar­dio­to­ko­gra­phi­schen Fö­tuszu­stan­des.

Die Pa­ti­en­tin­nen der Kon­troll­grup­pe be­ka­men kei­ne Me­di­zi­ni­sche Re­so­nanz The­ra­pie Mu­sik, son­dern die ge­wöhn­li­che kon­ven­tio­nel­le Be­hand­lung (Spas­molytica, Se­da­ti­va, Hy­po­ten­siva). Wie die ge­won­ne­nen Da­ten zei­gen, er­höh­te sich be­reits nach 6 Sit­zun­gen mit der Me­di­zi­ni­schen Re­so­nanz The­ra­pie Mu­sik die Va­ri­a­bi­li­tät und die An­zahl der Ak­ze­le­ra­tio­nen, was von der Ver­bes­se­rung des Fö­tuszu­stan­des zeugt. Die Nor­ma­li­sie­rung des Blut­drucks, des all­ge­mei­nen Zu­stan­des und des Schla­fes stell­te sich bei 82% der Frau­en ein. So­mit kann die­se Mu­sik mit Er­folg bei der Be­hand­lung der Ge­sto­sen An­wen­dung fin­den.

Ei­ne neue Kom­po­nen­te in un­se­rer For­schungs­ar­beit ist die Un­ter­su­chung der Aus­wir­kung der Me­di­zi­ni­schen Re­so­nanz The­ra­pie Mu­sik auf das Im­mun­sys­tem der Schwan­ge­ren. An der Un­ter­su­chung nah­men 10 schwan­ge­re Frau­en mit der Di­ag­no­se ei­ner dro­hen­den Fehl­ge­burt teil. Sie hör­ten die Mu­sik für die Dau­er ei­ner Wo­che. Nach der Be­hand­lung wur­den ne­ben der Ver­bes­se­rung des all­ge­mei­nen Zu­stan­des auch po­si­ti­ve Ver­än­de­run­gen bei ei­ner Rei­he von im­mu­no­lo­gi­schen Pa­ra­me­tern re­gi­striert, dar­un­ter ei­ne Zu­nah­me des T-Lym­pho­zy­ten­ge­halts, die Nor­ma­li­sie­rung ih­rer funk­tio­na­len Ak­ti­vi­tät, das Ver­hält­nis der T-Helper, T-Supressoren, die Pro­duk­tion von Im­mu­no­glo­bu­li­nen (un­ter an­de­rem die Sen­kung von Im­mu­noglobulin M).

Die Fol­ge des­sen ist ei­ne deut­li­che Sen­kung der zir­ku­lie­ren­den Im­mun­kom­ple­xe im Blutse­rum. Nicht fest­ge­stellt ist die Sti­mu­la­tion des fa­go­zi­tä­ren Ket­tenglie­des des Im­mun­sys­tems. Die­se For­schun­gen wer­den fort­ge­setzt und in den nächs­ten 2-3 Mo­na­ten zum Ab­schluß ge­bracht wer­den.

Die Me­di­zi­ni­sche Re­so­nanz The­ra­pie Mu­sik wird al­ler­dings nicht nur bei der sta­ti­o­nä­ren Be­hand­lung ein­ge­setzt. So exis­tiert bei uns in der Frau­enbe­ra­tung ei­ne Ein­rich­tung für psy­cho­lo­gi­sche Ent­span­nung.
Die Haupt­me­tho­de der Be­hand­lung ist dort die Me­di­zi­ni­sche Re­so­nanz The­ra­pie Mu­sik.

In die­se Ein­rich­tung wer­den Frau­en zur Be­hand­lung ein­ge­wie­sen, die Ri­si­kogrup­pen an­ge­hö­ren:

Gestose

Frühgeburt

extragenitale Pathologie

Hypertonie

vegetative Gefäßdystonie

Astenisation des
Nervensystems
„Wie schon gesagt setzen wir diese Methode auch zur Vorbereitung auf Operationen ein.“

Prof. Dr. med.
G. Gerassimowitsch



Die am­bu­lan­te Be­hand­lung dau­ert 8-12 Sit­zun­gen, wo­bei die Mu­sik je­den Tag ge­hört wer­den muß. Im all­ge­mei­nen ist ei­ne Sen­kung des Ri­si­kos bei den Frau­en zu ver­zeich­nen. So hat­ten wir als Fol­ge die­ser The­ra­pie im vo­ri­gen Jahr kei­ne schwe­re Ge­sto­seform mehr, kei­ne Kom­pli­ka­tio­nen in der nach­ope­ra­ti­ven Pe­ri­o­de und ei­ne Sen­kung der An­zahl von Früh­ge­bur­ten.

Ich möch­te dem Kom­po­nis­ten Peter Hübner und al­len sei­nen Mit­ar­bei­tern für die Aus­ar­bei­tung ei­ner ob­jek­ti­ven und of­fen­sicht­lich ef­fek­ti­ven Me­tho­de der Pro­phy­la­xe und Be­hand­lung ver­schie­de­ner Kom­pli­ka­tio­nen und Krank­hei­ten mit Hil­fe der Me­di­zi­ni­schen Re­so­nanz The­ra­pie Mu­sik dan­ken. Die­se Me­tho­de kann mit Er­folg bei der Ge­burts­hil­fe und in der Gy­nä­ko­lo­gie an­ge­wandt wer­den. In Weiß­ruß­land ist die­se Me­tho­de an­er­kannt. Sie be­darf ei­ner wei­te­ren wis­sen­schaft­li­chen Er­for­schung und brei­te­ren An­wen­dung in der Pra­xis.

Die Me­tho­de eig­net sich nicht nur für die oben er­wähn­ten Zwe­cke, son­dern auch als Screening für al­le Schwan­ge­ren und gy­nä­ko­lo­gisch Kran­ken, die ei­ner chir­ur­gi­schen Be­hand­lung be­dür­fen. Für Weiß­ruß­land ge­winnt die­se Me­tho­de an Be­deu­tung im Zu­sam­men­hang mit der Ka­ta­stro­phe von Tscher­no­byl, wo die wich­tigs­te ge­sund­heit­li­che Stö­rung der chro­ni­sche Stress­zu­stand ist. Ich möch­te der Hoff­nung Aus­druck ver­lei­hen, daß sich un­se­re Zu­sam­men­ar­beit in der wei­te­ren wis­sen­schaft­li­chen Er­for­schung die­ser Me­tho­de zur Pro­phy­la­xe und zur breit­ge­fä­cher­ten Be­hand­lung für die Er­hal­tung und Stär­kung der repro­duk­ti­ven Ge­sund­heit der Frau er­folg­reich und frucht­bar ent­wi­ckeln wird.



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RRR 934 Schwangerschaft und Geburt
Schwangerschaft & Geburt




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